Aufzeichnung – Sektoraler Heilpraktiker für Podologie

Podologen gehören zu den Heil-Hilfsberufen. Ohne ärztliche Verordnung sind Ihnen die Hände gebunden. Mit der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde für Podologie erhalten Sie den Patienten-Erstzugang und können Ihre Tätigkeit umsatzsteuerfrei ausüben.

Ausbildungskonzept

Wozu braucht man den Abschluss als sektoraler Heilpraktiker für Podologie?

Ganz einfach: Um die rechtlich sichere Möglichkeit zur Ausübung der Podologie ohne ärztliche Verordnung zu erhalten. Wie erhält man diese? Mit unserem Kurs zur Nachqualifizierung in einem Heilhilfsberuf wie der Podologie. In diesem Kurs schließen wir mit Dir gemeinsam die diagnostische und rechtliche “Lücke” zwischen der Ausübung deines Berufes im Auftrag des Arztes und der freien eigenständigen Therapie am Fuß und der unteren Extremität, ohne dass ein Patient zuvor beim Arzt gewesen sein muss.

Dazu vermitteln wir Dir alle Inhalte, die in der sächischen Verwaltungsvorschrift als Gegenstand der Überprüfung aufgeführt sind. Da kaum ein anderes Bundesland eine solche Verwaltungsvorschrift erlassen hat, können wir sie beispielhaft auch für Berufsanwärter anderer Bundeslänger zu Grunde legen. Dennoch empfiehlt sich, im zuständigen Amt des eigenen Bundeslandes zu eruieren, wie und mit welchen Inhalten dort die Überprüfung gestaltet wird.

In unserem live oder online Kurs helfen wir Dir bei der Vertiefung deiner differentialdiagnostischen Kenntnisse. Im interaktiven Seminarstil vermitteln wir Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten zur eigenständigen Therapieplanung. An 5 Kurstagen machen wir Dich fit für die Überprüfung. Der Kurs schließt mit einer mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfung zu den Inhalten des Kurses ab. Diese benötigst Du zur Vorlage beim Gesundheitsamt. Beantrage im Anschluss Deine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Podologie – nach Aktenlage oder mündlich/schriftlich beim Amtsarzt.

Rechtsgrundlagen
Einem Physiotherapeuten aus Österreich haben wir zu verdanken, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig –BVerwG, am 26.08.2009 das Urteil 3 C 19.08 fällte, dass die Heilpraktikererlaubnis teilbar ist. Es ging damals um die Möglichkeit, die Physiotherapie im Erstkontakt bei Patienten anwenden zu dürfen. Im Urteil wird ausgeführt, dass die Heilhilfsberufe einen abgrenzbaren Teilbereich beschreiben, in denen die Angehörigen der Berufsgruppe durch Ihren Abschluss die Fähigkeit nachgewiesen haben, diese Methode am Patienten anwenden können. Um die diagnostische Lücke zur eigeneständigen Berufsausübung zu schließen, ist eine Überprüfung erforderlich, in der der Antragsteller nachweisen muss, dass er seine Grenzen kennt und erkennen kann, wann für die Patienten eine tiefergehende ärztliche Diagnostik oder Behandlung angezeigt ist. Diese Überprüfung führt die untere Verwaltungsbehörde durch. Heute kann in den meisten Bundesländern die geteilte Erlaubnis, eingeschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie oder Podologie beantragt werden. In einigen Bundesländern ist dazu eine Prüfung beim Amtsarzt abzulegen und in einigen Bundesländern ist dies nach “Aktenlage” möglich. Das bedeutet, dass der antragsteller alle nötigen Nachweise im Vorfeld zusammenträgt und gesammlelt in schriftlicher Form beim amt einreicht. Welche Unterlagen nötig sind, erfährst Du in unserem Kurs zur Nachqualifizierung. Unsere Ausbildung richtet sich nach der sächsischen Verwaltungsvorschrift von 2019, in der sowohl der Verwaltungsweg zur Erteilung der Erlaubnis, als auch die Inhalte und der Überprüfungsgegenstand detailliert beschrieben werden.
Berufspolitik
Die sektorale Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Podologie oder Physiotherapie wird von der unteren Verwaltungsbehörde erteilt. Das bedeutet, dass Antragsteller im Landkreis ihres Wohnortes die Unterlagen für den Antrag einreichen und das amt im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt über den Antrag entscheidet. Wir, die Dozenten die Mehner Heilpraktikerschule arbeiten mit dem Bundesverband für Podologie e.V. in Hamm zusammen. Die Kursinhalte orientieren sich an der sächsischen Verwaltungsvorschrift zur Durchführung der Erlabniserteilung. Antragsteller aus anderen Bundesländern können diese Inhalte gleichwertig verwenden. Leider haben nur wenige Landesregierungen die Erlaubniserteilung in einer Verwaltungsvorschrift geregelt, so dass der Verwaltungsweg von Sachsen für Anwärter mit bundesweitem Wohnsitz eine gute Voraussetzung bietet, um sich auf die Überprüfung vorzubereiten.
Ausbildungsinhalte:
  • Heilpraktikergesetz und Durchführungsverordnung
  • Abgrenzung der heilkundlichen Tätigkeit im jeweiligen Gesundheitsfachberuf gegenüber Ärzten und allgemein tätigen Heilpraktikern
  • weitere strafrechtliche, bürgerlich-rechtliche und öffentlich-rechtliche Vorschriften, deren Kenntnis im Interesse des Patientenschutzes bei der selbständigen Berufsausübung erforderlich ist, insbesondere das Patientenrechtegesetz
  • Auswirkungen auf die Durchblutung und Sauerstoffversorgung bei Störungen im Herz-Kreislauf- und Atemsystem
  • Auswirkungen auf Durchblutung, Lymphsystem, Nervensystem, Wundheilung, Infektionsgefährdung
  • Diabetes mellitus, Gicht, Rheuma, Arthrose,
  • Auswirkungen auf die nervale Versorgung und den Bewegungsapparat bei Störungen im Nervensystem und bei Frakturen
  • gut- und bösartiger Neubildungen, autoimmuner, degenerativer und infektiöser Prozesse
  • Hinweise auf meldepflichtige Infektionen nach § 6 des Infektionsschutzgesetzes
  • anhaltende, zunehmende und/oder rezidivierende Beschwerden unter podologischer Behandlung

Ich vermittele euch die Inhalte im interaktiven Seminarstil.

Wissensvermittlung, eure Fragen, meine Antworten, eure Neugier und meine Vernetzung führen uns durch die Themen. Meistens gibt es auch was zu lachen.
Mein didaktisch aufbereitetes Skript erspart euch das detaillierte Mitschreiben. Wesentliches notiert ihr euch selbst.
Anhand von unserem Skript vertiefen wir Deine Erkenntnisse und nutzen es für lehrreiche Inhalte im Kurs, so dass ihr persönlichen Zuwachs um die eigenen Erkenntnisse erhaltet.